Die Stimmung kippt, der Schlaf wird unruhig, die Haut wird trockener, das Verlangen nach Nähe lässt nach, an manchen Tagen fühlt sich der eigene Körper fremd an. Östrogenmangel ist nicht nur ein Wechseljahres-Thema. Auch jüngere Frauen erleben diese Phase, oft nach Schwangerschaften, beim Absetzen der Pille, bei chronischem Stress oder durch eine Schilddrüsenproblematik.
Robert Franz spricht in seinen Vorträgen oft über die weibliche Hormonbalance. Er erzählt dann, dass er die Yamswurzel als pflanzliche Begleiterin nehmen würde, dazu Vitamin D3 und K2 für die hormonelle Steuerung, OPC für die Durchblutung und Magnesium für das Nervensystem. Auf dieser Seite findest du seine Erzählungen zusammengetragen, ergänzt um Lebensstil-Tipps und häufige Fragen.
Was passiert bei Östrogenmangel?
Östrogen ist mehr als nur ein Sexualhormon. Es beeinflusst praktisch jedes Organ:
- Stimmung und Schlaf: Östrogen wirkt auf Serotonin und Dopamin
- Haut und Bindegewebe: hält die Haut feucht und elastisch
- Knochendichte: schützt vor Osteoporose
- Gefäßelastizität: hält die Adern geschmeidig
- Hirnleistung: beeinflusst Gedächtnis und Konzentration
- Schleimhäute: hält Vagina und Mundschleimhaut feucht
- Libido: beeinflusst das sexuelle Verlangen
Wenn der Östrogenspiegel sinkt, reagiert praktisch jedes System.
Typische Beschwerden bei Östrogenmangel:
- Hitzewallungen, Nachtschweiß
- Schlafstörungen
- Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, depressive Verstimmung
- Trockene Haut, Haarausfall, brüchige Nägel
- Scheidentrockenheit, Libidoverlust
- Gewichtszunahme, vor allem am Bauch
- Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit
- Knochendichteabbau (langfristig)
- Trockene Schleimhäute (Mund, Augen, Nase)
Wann tritt Östrogenmangel auf?
- Wechseljahre: ab Mitte 40 sinkt der Östrogenspiegel langsam, in der Postmenopause bleibt er dauerhaft niedrig. Mehr dazu unter Wechseljahre.
- Nach der Geburt: massiver Östrogenabfall, oft mit Stimmungstief
- Nach Absetzen der Pille: Hormonsystem muss sich erst wieder einpendeln
- Bei chronischem Stress: Cortisol konkurriert mit den weiblichen Hormonen
- Bei Untergewicht oder Essstörungen: zu wenig Körperfett bedeutet zu wenig Östrogen
- Bei Schilddrüsenproblematik: Hashimoto und Östrogenhaushalt hängen eng zusammen
- Bei intensivem Leistungssport: kann den Zyklus aussetzen lassen
- Nach operativer Entfernung der Eierstöcke
Vorgehensweise nach Robert Franz
In Roberts Erzählungen geht es bei Östrogenmangel nicht darum, von außen Hormone zuzuführen, sondern den Körper mit Bausteinen zu unterstützen, damit er die Hormonbalance möglichst gut selbst hinkriegt.

Yamswurzel

Vitamin D3

Vitamin K2

Magnesium

OPC Traubenkernextrakt

Sepia officinalis

Leinöl
Yamswurzel als pflanzliche Begleiterin
Die Yamswurzel enthält Diosgenin, einen Vorläuferstoff aus dem der Körper progesteron-ähnliche Substanzen bilden kann. In Roberts Erzählungen ist die Yamswurzel das zentrale pflanzliche Mittel bei weiblichen Hormonthemen. 2 Kapseln täglich, eine morgens, eine abends.
Vitamin D3 und K2 für die hormonelle Balance
Vitamin D3 wirkt im Körper wie ein Hormon und ist an unzähligen Steuerprozessen beteiligt. K2 sorgt dafür, dass das aufgenommene Calcium in die Knochen geht, was bei Östrogenmangel doppelt wichtig ist (Osteoporose-Risiko).
OPC für Haut, Schleimhäute und Durchblutung
OPC Traubenkernextrakt ist bekannt für seine antioxidative Wirkung und dafür, dass es die Mikrozirkulation unterstützt. Das spielt für die Hautelastizität, die Durchblutung der Schleimhäute und die allgemeine Vitalität eine Rolle.
Sepia D12 bei seelischen Verstimmungen
In der Homöopathie ist Sepia eines der wichtigsten Frauenmittel überhaupt. Bei Erschöpfung, Reizbarkeit, dem klassischen “ich kann nicht mehr”-Gefühl und Libidoverlust ist Sepia in Roberts Erzählungen häufig dabei.
Leinöl für Phytohormone und gute Fette
Leinsamen und Leinöl enthalten Lignane, sekundäre Pflanzenstoffe mit schwach östrogen-ähnlicher Wirkung. Plus die wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die für jede Hormonsynthese gebraucht werden.
Vitalstoffe und Dosierung bei Östrogenmangel
- Yamswurzel: 2 Kapseln täglich (morgens und abends)
- Vitamin D3: 10 Tage 40 Tropfen täglich, danach 10 Tropfen dauerhaft
- Vitamin K2: 5 bis 10 Tropfen täglich, immer mit D3
- Magnesium: 400 mg am Abend
- OPC: ab 2. Woche 2 bis 3 Kapseln täglich
- Sepia D12: 2 mal 5 Globuli täglich bei Stimmungstiefs und Erschöpfung
- Leinöl: 1 Esslöffel täglich, gerne in Quark, Salatdressing oder Smoothie
Phytohormone aus der Nahrung
Robert spricht in seinen Vorträgen oft davon, dass die Natur viele pflanzliche Östrogen-Helfer bereithält:
- Leinsamen und Leinöl: höchster Lignan-Gehalt aller Lebensmittel
- Soja in Maßen: enthält Isoflavone (Genistein, Daidzein), traditionell in Asien zur Ernährung gehörend
- Rotklee: Tee oder als Nahrungsergänzung, klassisch bei Wechseljahresbeschwerden
- Salbei: bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen
- Hopfen: enthält Phytoöstrogene, gleichzeitig schlaffördernd
- Kichererbsen, Linsen, Sesam: pflanzliche Eiweißquellen mit Phytoöstrogenen
Lebensstil bei Östrogenmangel
- Bewegung: regelmäßige Bewegung stabilisiert den Hormonhaushalt
- Krafttraining: stimuliert die körpereigene Hormonproduktion und schützt die Knochen
- Genug Körperfett: bei sehr niedrigem Körperfettanteil produzieren auch Eierstöcke und Fettgewebe weniger Östrogen
- Wenig Stress: chronischer Stress lässt Cortisol hoch und Östrogen sinken
- Genug Schlaf: in der Nacht laufen wichtige hormonelle Reparaturprozesse
- Sonne tanken: jeden Tag Tageslicht
- Wenig Alkohol: belastet die Leber, die für den Hormonabbau zuständig ist
Häufige Fragen
Was würde Robert Franz bei Östrogenmangel machen?
In Roberts Erzählungen ist die Yamswurzel das zentrale pflanzliche Mittel bei weiblichen Hormonthemen. Dazu Vitamin D3 mit K2, Magnesium, OPC und bei Stimmungstiefs Sepia D12 als homöopathisches Mittel. Leinöl liefert pflanzliche Phytoöstrogene und gute Fette.
Hilft die Yamswurzel bei Östrogenmangel?
Die Yamswurzel enthält Diosgenin, einen pflanzlichen Vorläuferstoff aus dem der Körper progesteron-ähnliche Substanzen bilden kann. Sie wird traditionell in der weiblichen Naturheilkunde verwendet. In Roberts Erzählungen taucht sie bei nahezu jedem weiblichen Hormonthema auf.
Was ist der Unterschied zwischen Östrogenmangel und Wechseljahren?
Wechseljahre sind die natürliche Phase, in der der Östrogenspiegel langsam sinkt, meist ab Mitte 40. Östrogenmangel kann aber auch in anderen Lebensphasen auftreten, etwa nach Schwangerschaften, beim Absetzen der Pille, bei Stress oder bei einer Schilddrüsenproblematik. Mehr zu den Wechseljahren findest du im [Wechseljahre-Artikel](/wechseljahre/).
Soll ich bei Östrogenmangel Hormonpräparate nehmen?
Robert spricht in seinen Vorträgen offen darüber, dass er den natürlichen Weg gehen würde, mit Yamswurzel, Vitalstoffen und Lebensstil. Die klassische Hormonersatztherapie bringt bekannte Risiken wie Thrombose und ein erhöhtes Brustkrebsrisiko mit sich. Was du für dich entscheidest, ist deine eigene Reise.
Welche Lebensmittel enthalten natürliche Phytoöstrogene?
Leinsamen und Leinöl haben den höchsten Lignan-Gehalt aller Lebensmittel. Dazu Sojaprodukte in Maßen, Rotklee, Salbei, Hopfen, Kichererbsen, Linsen und Sesam. Diese Lebensmittel sind in der traditionellen Naturheilkunde fest mit der weiblichen Hormonbalance verbunden.
Kann Stress Östrogenmangel verursachen?
Ja, chronischer Stress beeinflusst die Hormonbalance massiv. Wenn der Körper dauerhaft Cortisol produziert, leidet die Produktion der Sexualhormone. Das nennt man manchmal den Pregnenolon-Steal. Stressreduktion ist daher ein zentraler Punkt bei jeder Hormonproblematik.
Hilft Krafttraining bei Östrogenmangel?
Krafttraining stimuliert die körpereigene Hormonproduktion und schützt gleichzeitig die Knochen, die ohne Östrogen schneller abbauen. Schon zwei kurze Krafttrainings pro Woche machen einen messbaren Unterschied. Robert spricht in seinen Vorträgen oft davon, dass Bewegung wichtiger ist als jedes Pulver.