Beim Lachen, Husten oder Niesen verliert man ein paar Tropfen. Der Drang kommt plötzlich, und der Weg zur Toilette wird zur Herausforderung. Blasenschwäche ist ein Tabuthema, über das viele Frauen lange schweigen. Dabei betrifft es Schätzungen zufolge jede zweite Frau in den Wechseljahren und danach mindestens gelegentlich. Auch nach Schwangerschaften, bei Übergewicht oder mit zunehmendem Alter wird das Thema relevant.
Robert Franz spricht in seinen Vorträgen offen darüber, dass die Blase nicht losgelöst vom Rest des Körpers ist. Sie hängt an der Hormonbalance, am Beckenboden, an der Durchblutung und am Bindegewebe. Er erzählt dann, was er selbst tun würde, mit Vitalstoffen wie Vitamin D3, OPC und Magnesium und mit der Yamswurzel als hormonelle Begleiterin.
Was ist Blasenschwäche?
Der Begriff Blasenschwäche umfasst verschiedene Formen:
Belastungsinkontinenz
Die häufigste Form bei Frauen. Bei körperlicher Belastung (Husten, Niesen, Lachen, Sport, Heben) verliert man unwillkürlich Urin. Ursache ist meist ein geschwächter Beckenboden, oft nach Schwangerschaften oder in den Wechseljahren durch den Östrogenmangel.
Dranginkontinenz (überaktive Blase)
Plötzlicher, kaum unterdrückbarer Harndrang, oft mehrmals pro Stunde, manchmal mit Urinverlust auf dem Weg zur Toilette. Häufig nervlich oder hormonell mitbedingt.
Mischinkontinenz
Kombination aus beidem.
Nachträufeln, Restharngefühl
Häufig bei Männern mit Prostata-Problemen, kann aber auch bei Frauen vorkommen.
Warum trifft Blasenschwäche besonders Frauen 40+?
Bei Frauen sinkt mit den Wechseljahren der Östrogenspiegel. Östrogen hält das Bindegewebe rund um Blase und Harnröhre, die Schleimhäute der Blase und die Beckenbodenmuskulatur gut versorgt. Wenn Östrogen sinkt, werden alle diese Strukturen schwächer. Dazu kommen oft Folgen vergangener Schwangerschaften und natürlicher Bindegewebsabbau.
Vorgehensweise nach Robert Franz
In Roberts Erzählungen geht es bei Blasenthemen um die Versorgung des Bindegewebes, die Hormonbalance und die Durchblutung. Er würde folgende Vitalstoffe nehmen:

Vitamin D3

Vitamin K2

Magnesium

OPC Traubenkernextrakt

Yamswurzel

Silizium
Vitamin D3 für die Hormonbalance
Vitamin D3 wirkt im Körper wie ein Hormon und ist an vielen Regulationsprozessen beteiligt, auch an der Beckenbodenmuskulatur. Studien zeigen, dass Frauen mit Vitamin-D-Mangel häufiger unter Belastungsinkontinenz leiden.
OPC für das Bindegewebe
OPC Traubenkernextrakt ist bekannt für seine antioxidative Wirkung und dafür, dass es das Bindegewebe und die Durchblutung der Schleimhäute unterstützt. Bei Blasenschwäche, die ja eine Bindegewebsschwäche ist, gehört OPC in Roberts Erzählungen zur Standardausstattung.
Yamswurzel für die weibliche Hormonbalance
Bei Blasenschwäche im Kontext der Wechseljahre ist die hormonelle Komponente zentral. Die Yamswurzel ist Roberts pflanzliche Begleiterin bei allen weiblichen Hormonthemen. Mehr dazu unter Östrogenmangel.
Magnesium für die Muskulatur
Magnesium entspannt überaktive Muskulatur und unterstützt gleichzeitig die Funktion der Beckenbodenmuskulatur. Bei Dranginkontinenz und überaktiver Blase ist Magnesium oft hilfreich.
Silizium für das Bindegewebe
Silizium (Kieselsäure) ist ein Baustein für gesundes Bindegewebe. Robert nennt Silizium in seinen Vorträgen oft, wenn das Bindegewebe insgesamt geschwächt ist.
Vitalstoffe und Dosierung bei Blasenschwäche
- Vitamin D3: 10 Tage 40 Tropfen, danach 10 Tropfen dauerhaft
- Vitamin K2: 5 bis 10 Tropfen täglich
- Magnesium: 400 mg am Abend
- OPC: ab 2. Woche 2 bis 3 Kapseln täglich
- Yamswurzel: 2 Kapseln täglich (für Frauen in den Wechseljahren)
- Silizium: 1 Kapsel täglich
Beckenbodentraining ist die halbe Miete
Bei Belastungsinkontinenz ist gezieltes Beckenbodentraining die wichtigste Maßnahme überhaupt. Vitalstoffe sind die Basis, aber ohne ein wieder aufgebautes Beckenboden-Korsett bleibt die Schwäche bestehen. Empfehlungen:
- Tägliche Übungen: 5 bis 10 Minuten Beckenbodenanspannung, gerne in Wartesituationen (Ampel, Bahn, Bürostuhl)
- Anleitung holen: eine erfahrene Hebamme, Physiotherapeutin oder Beckenboden-Trainerin zeigt dir, welche Muskeln gemeint sind
- Geduld: Muskelaufbau braucht 8 bis 12 Wochen, bis sich Veränderungen zeigen
- Bei Bedarf Bio-Feedback oder Elektrostimulation: bei stark geschwächtem Beckenboden gibt es Geräte, die das Spüren erleichtern
Lebensstil bei Blasenschwäche
- Genug trinken, aber bewusst: viele schränken aus Angst vor Drang zu wenig Trinken ein, was die Blase reizt. 1,5 bis 2 Liter über den Tag verteilt
- Wenig Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol, scharfe Speisen: alle reizen die Blasenschleimhaut
- Gewicht reduzieren: jedes Kilo weniger entlastet den Beckenboden
- Verstopfung vermeiden: Pressen beim Stuhlgang schwächt den Beckenboden zusätzlich, mehr dazu unter Verstopfung
- Schweres Heben aus den Beinen: niemals aus dem Rücken heben, das presst den Beckenboden nach unten
- Regelmäßige Bewegung: zügiges Gehen ist gut, intensive Sprung-Sportarten zu Beginn lieber meiden
- Beckenboden-freundliches Husten und Niesen: leicht zur Seite drehen statt nach vorne pressen
Häufige Fragen
Was würde Robert Franz bei Blasenschwäche machen?
In Roberts Erzählungen kommen bei Blasenschwäche Vitamin D3 mit K2 als Basis, OPC für Bindegewebe und Durchblutung, Magnesium für die Beckenbodenmuskulatur, die Yamswurzel als hormonelle Begleiterin und Silizium für das Bindegewebe vor. Beckenbodentraining gehört für ihn zwingend dazu.
Hilft die Yamswurzel bei Blasenschwäche?
Die Yamswurzel ist Roberts pflanzliche Begleiterin bei weiblichen Hormonthemen. Da Blasenschwäche bei Frauen oft mit dem Östrogenabfall in den Wechseljahren zusammenhängt, ist die Yamswurzel in seinen Erzählungen häufig dabei. Sie wird traditionell in der weiblichen Naturheilkunde verwendet.
Wie lange dauert es, bis Beckenbodentraining wirkt?
Wie jeder Muskelaufbau brauchen auch die Beckenbodenmuskeln Zeit. Erste Veränderungen merken viele Frauen nach 6 bis 8 Wochen konsequenten Trainings. Die volle Stabilisierung kommt meist nach 3 bis 6 Monaten. Wichtig ist Geduld und Konsequenz.
Soll ich bei Blasenschwäche weniger trinken?
Auf keinen Fall. Wenig Trinken konzentriert den Urin und reizt die Blasenschleimhaut zusätzlich. 1,5 bis 2 Liter über den Tag verteilt, am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Reizende Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee, Cola oder Alkohol gerne reduzieren.
Was hilft akut bei plötzlichem Harndrang?
Bei akutem Drang nicht losrennen, sondern kurz innehalten, den Beckenboden bewusst anspannen und langsam atmen. Der Drang ebbt oft nach 30 bis 60 Sekunden ab. Diese Drang-Kontroll-Technik kann man üben.
Hat Vitamin D wirklich was mit der Blase zu tun?
Studien zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Belastungsinkontinenz bei Frauen. Vitamin D wirkt im Körper wie ein Hormon und ist auch an der Funktion der Beckenbodenmuskulatur beteiligt. Robert nennt D3 als Basis bei praktisch jedem Frauen-Thema.
Hilft eine Hormonersatztherapie bei Blasenschwäche?
Lokal angewendetes Östrogen (als Creme oder Zäpfchen) wird in der Schulmedizin bei Wechseljahres-bedingter Blasenschwäche oft verschrieben. Robert spricht in seinen Vorträgen davon, dass er den natürlichen Weg über Yamswurzel, Vitalstoffe und Beckenbodentraining bevorzugen würde. Was du für dich entscheidest, ist deine eigene Reise.